Verfasst von: marylouja | 17. Dezember 2009

Weihnachten

Seit dem letzten Eintrag ist jetzt beinahe ein Monat verstrichen, aber viel Neues hat sich nicht getan. Bei der Arbeit warten wir darauf, dass unsere Projekte genehmigt werden, damit wir mit der Umfrage in den Dörfern beginnen können. Das wird sich aber wohl noch bis Weihnachten hinziehen, sodass wir erst im neuen Jahr mit den Projekten beginnen werden.

Auch in unser Freizeit haben wir nicht viel Spannendes erlebt, wir waren bei einer Arbeitskollegin zu Besuch und haben Chapati gemacht, wir waren zu Heryeths Geburtstag eingeladen, der dann aber doch abgesagt wurde, wir wollten auf die Hochzeit von der Schwester unser tansanischen Betreuerin gehen, dann fühlte sich Tabea gerade an dem Tag aber gar nicht gut, und ansonsten haben wir in der Sonne gesessen und Weihnachtspost geschrieben.

Dies ist jetzt bis Anfang Februar der letzte Eintrag, da ich bis dahin auf Reisen sein werde und über keinen Internetanschluss verfügen werde. Morgen, am 18.12., fahren wir mit dem Bus nach Dar es Salaam, um für das Schulprojekt einige Erkundigungen, was Trainings für die Lehrer und Unterrichtsmaterialien angeht, einzuholen. Am 24. werden wir dann zusammen mit den anderen sieben Festland-Freiwilligen die Fähre nach Sansibar nehmen, wo wir dann bei der Gastfamilie einer der sechs Sansibar-Freiwilligen wohnen.

Am 4.12. fahren wir dann alle zusammen nach Bogomoyo in die Nähe von Dar es Salaam. Dort haben wir unser siebentägiges Zwischenseminar, das wieder von unserer deutschen Chefin geleitet wird, aber diesmal vor allem aus Vorträgen und Workshops besteht, die wir uns selber wünschen, um neuen Input für unsere Arbeit zu bekommen.

Nach dem Seminar geht es für mich und Tabea weiter nach Kyela in den Süden Tansanias, um uns bei der dortigen Einsatzstelle über deren Arbeit mit Mikrofinanzierung zu informieren, da wir ja bei unseren Village Presenations auch Möglichkeiten der Finanzierung von Solaranlagen aufzeigen wollen.

Anfang Februar werden wir dann wahrscheinlich zurückkommen und ich werde neue Berichte online stellen. Da ich es nicht schaffe das Problem mit meiner Website zu beheben, müsst ihr, wenn ihr meine Monatsberichte (und nicht nur die Artikel hier) lesen wollt, immer den folgenden Link eingeben:

www.mariatansania.wordpress.com/monatsberichte/rundbriefe/november (bzw. oktober,…)

Ich wünsche euch allen schon mal Frohe Weihnachten und Einen guten Rutsch ins neue Jahr!!

Verfasst von: marylouja | 25. November 2009

Website

Mittwoch, der 25.11.09:

Dank der tatkräftigen Unterstützung durch Constantin (Danke,danke, danke!!!) ist die Website nun endlich (fast) fertig und kann nun auch der Öffentlichkeit gezeigt werden. Wen also dar Ergebnis unseres ersen Monats Arbeit interessiert: www.kakute.org ! Verbesserungsvorschläge nehmen wir gerne entgegen.

Verfasst von: marylouja | 25. November 2009

Geburtstagsattraktion

Samstag, der 21.11.09:

Nachdem uns der erneute Auflug zum See Duluti letzte Woche solchen Spaß gemacht hat, haben wir uns das heute gleich mal wieder gegönnt. Lesen und Kartenspielen mit Blick auf einen See macht einfach gleich viel mehr Spaß.

Heute war auch noch Geburtstagsparty angesagt. Schon als wir ankamen feierten Jugendliche in der „Barhütte“. Obwohl es ja erst Mittag war, wurde zu lauter Musik wild getanzt. Später wurden wir dann auch dazu geladen. Allerdings haben wir uns nicht wohl gefühlt, da wir wohl nur eher als eine Art Prestigeobjekt betrachtet wurden. Wir wurden weder nach unseren Namen noch nach unserem Alter gefragt oder wo wir herkommen. Hauptsache wir sitzen dabei und man kann tolle Fotos mit uns machen. Ich habe mich noch nie so benutzt gefühlt, wie als ein paar der Jugendlichen anfingen Bilder mit uns zu machen. Immer ein neuer Tansanier setzte sich zu uns, schlang die Arme um unsere Hälse oder legte die Beine über unsere, so als ob wir gute Freunde wären und nicht noch nicht mal den Namen des anderen wüssten. Ich frag mich wirklich, was man davon hat. Kann man mit Fotos von einem mit einer Weißen angeben? Ist es „in“ eine Weiße als Freundin zu haben? Wir sind ja schon einiges an Sonderstatus gewohnt, aber das war uns dann doch etwas zu viel.

Verfasst von: marylouja | 25. November 2009

Nun sind wir Residents

Freitag, der 20.11.09:

Endlich sind unsere Resident Permits da, gerade noch rechtzeitig, bevor unser Touristvisum abgelaufen ist. Jetzt könnten wir ohne Probleme losreisen, allerdings sind ja jegliche Arbeitsreisen auf frühestens Januar verschoben worden. Bis dahin haben wir ja jetzt auch mit dem Schulprojekt noch genug zu tun. Und mit der Website und mit den Solarläden und und und. An Arbeit mangelt es uns zur Zeit wirklich nicht.

Verfasst von: marylouja | 20. November 2009

Das Schulprojekt geht voran

Donnerstag, der 19.11.09:

Wir haben heute die fünf öffenlichen Schulen des Bezirks Njiro besucht. Drei Grundschulen und zwei Oberschulen. Die Besuche haben uns nochmal bestätigt, dass es wirklich eine gute Idee und auch ein Bedarf ist, mehr über erneuerbare Energien zu unterrichten. Alle fünf Schulleiter bvw. Stellvertreter waren sehr interessiert und haben sich trotz der vielen Arbeit, die man als Schule in der letzten Woche vor den Ferien hat – hier ist ab dem 27.11. die Schule für etwas mehr als ein Monat dicht-, Zeit genommen. Zwei Grundschulen haben unseren vierseitigen Fragebogen sogar gleich ausgefüllt, sodass wir schon jetzt einen kleinen Eindruck haben, wie die Schulen aussehen.

Auf jeden Fall scheint es schon mal mehr Schüler pro Klasse zu geben, ca. 50. Ansonsten ähneln sich beispielsweise Länge des Unterrichts, Angebot an Ags und Größe der Schulen sehr mit dem, was wir von deutschen Schulen kennen.

Am Montag werden wir dann die Fragebögen in den anderen Schulen noch abholen. Und dann endlich das Projekt so weit konkretisieren, dass wir Hansewasser eine Beschreibung liefern können.

Mittwoch, der 18.11.09:

Nach dem Treffen mit Herr Ulumu vorgestern, welches sehr positiv verlaufen ist, da er selber schon vor einem Jahr Kakute anfragte, ob diese nicht in Schulen über Jatropha berichten wollen, sind wir nun heute von ihm den Ministern Arushas für Bildung vorgestellt worden. Insgesamt drei Männern und einer Frau erklärten wir unsere vage Idee eines Unterrichts in erneuerbaren Energien und alle waren gleich interessiert und haben eigene Ideen oder aber auch Bedenken geäußert. Wir wurden obwohl wir ja noch nicht so viel anzubieten haben, herzlich empfangen und alle sind gespannt, wie es denn nun weitergeht. Wir haben auf jeden Fall grünes Licht endlich die Schulen zu besuchen. Morgen geht es los!

Dabei sah es heute Morgen fast so aus, als ob der Besuch bei Ministern platzen würde, so stark, wie es geregnet hat. Die ganzen Wege waren so überschwemmt, dass es uns nicht mehr möglich war von Stein zu Stein zu springen. Wir mussten durch das Wasser waten. Von unseren Schuhen hat man nichts mehr gesehen. Gut, dass auch eine Nachbarin wegen des Regens ein Taxi bestellte, so konnten wir uns nach kurzer Strecke mitnehmen lassen und unsere Socken und Schuhe konnten im warmen Auto schon mal anfangen zu trocknen.

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