Verfasst von: marylouja | 20. November 2009

Das Schulprojekt geht voran

Donnerstag, der 19.11.09:

Wir haben heute die fünf öffenlichen Schulen des Bezirks Njiro besucht. Drei Grundschulen und zwei Oberschulen. Die Besuche haben uns nochmal bestätigt, dass es wirklich eine gute Idee und auch ein Bedarf ist, mehr über erneuerbare Energien zu unterrichten. Alle fünf Schulleiter bvw. Stellvertreter waren sehr interessiert und haben sich trotz der vielen Arbeit, die man als Schule in der letzten Woche vor den Ferien hat – hier ist ab dem 27.11. die Schule für etwas mehr als ein Monat dicht-, Zeit genommen. Zwei Grundschulen haben unseren vierseitigen Fragebogen sogar gleich ausgefüllt, sodass wir schon jetzt einen kleinen Eindruck haben, wie die Schulen aussehen.

Auf jeden Fall scheint es schon mal mehr Schüler pro Klasse zu geben, ca. 50. Ansonsten ähneln sich beispielsweise Länge des Unterrichts, Angebot an Ags und Größe der Schulen sehr mit dem, was wir von deutschen Schulen kennen.

Am Montag werden wir dann die Fragebögen in den anderen Schulen noch abholen. Und dann endlich das Projekt so weit konkretisieren, dass wir Hansewasser eine Beschreibung liefern können.

Mittwoch, der 18.11.09:

Nach dem Treffen mit Herr Ulumu vorgestern, welches sehr positiv verlaufen ist, da er selber schon vor einem Jahr Kakute anfragte, ob diese nicht in Schulen über Jatropha berichten wollen, sind wir nun heute von ihm den Ministern Arushas für Bildung vorgestellt worden. Insgesamt drei Männern und einer Frau erklärten wir unsere vage Idee eines Unterrichts in erneuerbaren Energien und alle waren gleich interessiert und haben eigene Ideen oder aber auch Bedenken geäußert. Wir wurden obwohl wir ja noch nicht so viel anzubieten haben, herzlich empfangen und alle sind gespannt, wie es denn nun weitergeht. Wir haben auf jeden Fall grünes Licht endlich die Schulen zu besuchen. Morgen geht es los!

Dabei sah es heute Morgen fast so aus, als ob der Besuch bei Ministern platzen würde, so stark, wie es geregnet hat. Die ganzen Wege waren so überschwemmt, dass es uns nicht mehr möglich war von Stein zu Stein zu springen. Wir mussten durch das Wasser waten. Von unseren Schuhen hat man nichts mehr gesehen. Gut, dass auch eine Nachbarin wegen des Regens ein Taxi bestellte, so konnten wir uns nach kurzer Strecke mitnehmen lassen und unsere Socken und Schuhe konnten im warmen Auto schon mal anfangen zu trocknen.


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